Tutorial: Linknetzwerk vs. Linkcluster

Tutorial: Linknetzwerk vs. Linkcluster

Bei einer erfolgreich angelegten SEO Strategie kann es hilfreich sein ein sogenanntes Linknetzwerk miteinzuplanen. Bei der SEOcampixx 2010 hat Björn Tantau seine Folien ins Netz gestellt. Anhand derer kann man step-by-step nachlesen welche Dinge wichtig sind beim Aufbauen von Linknetzen bzw. Linkclustern.

Linknetzwerke können im gezielten Linkaufbau sehr starken Einfluss auf die Optimierung haben. Viele SEO-Agenturen, die Linkbuilding mit anbieten besitzen viele Domains, auf denen sie gezielt Links für Ihre Kunden platzieren.

Good to know: Linknetzwerke vs. Linkkluster

Was mir hier besonders gefällt sind folgende Punkte:

  • Linkcluster bzw. Linkhaufen besseres Wording als Linknetzwerk
  • Expired Domains sind wichtig
  • Jedes Cluster sollte für sich SEO optimiert werden
  • Jedes Cluster sollte mit “fresh” Links versorgt werden
  • Verlinkungen untereinander nicht übertreiben
  • NO-GOs beachten: Kein GWMT Anmeldung und keine Sitemaps bei Google einreichen
  • Je größer das Cluster, desto mehr Power ist dahinter (logisch, oder?)

Abschließend kann ich Björn nur zustimmen, wenn er mein: Linkcluster können zwar sehr erfolgsversprechend für SEO-Projekt sein, sollten aber nur Teil der gesamten SEO-Strategie sein.

Hier die Slides via Slideshare von Björn. Thanks for sharing!

Roter Ruchs Foto

Fotograf: flickr.com/photos/harlequeen/

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Tobias Fox - Online Marketing Berater und Suchmaschinenoptimierer aus Stuttgart schreibt auf Fox Tutorials über Suchmaschinen, Web-Analyse, SEO, Wordpress und Google.Suchmaschinenoptimierung Stuttgart von Tobias Fox

9 Comments

  1. Oliver says:

    Danke, gute Info – auch der Vortrag von Björn!
    Aber ich denke auch – von allem etwas – das ist der richtige Weg!

  2. Tobias says:

    @Oliver: Kommt sicherlich auch noch stark auf das Projekt selbst drauf an. Davon ist oft abhängig inwieweit man seine SEO-Zeit auf die einzelnen Disziplinen verteilt. Danke für den Kommentar.

  3. Tister says:

    Mich interessieren vor allem die No-Gos, da mir nicht ganz ersichtlich ist, wieso eine Anmeldung bei GWMT und das Einreichen einer Sitemap sich negativ auf das Aufbauen eines Link-Clusters auswirken soll.

    Damit die ganze Aktion etwas bringt, müssen die Seiten eines Linkclusters auch von den Suchmaschinen gefunden werden. Wieso sollte man dort dann nicht mit einer Sitemap nachhelfen?
    Schließlich bringen die Seiten die (zb aufgrund einer fehlenden Sitemap) nicht gefunden werden, dem ganzen Projekt auch nichts.

    Ich würde mich freuen, wenn Du dazu noch ein paar tiefere Einsichten hast :)

    Was mich auch noch interessiert, ist der Aufwand / die Kosten des Aufbaus eines Link-Clusters. Ich habe schon viele Seiten gefunden die beschreiben wie es funktioniert, aber nicht wie der Kosten/Nutzen-Faktor bei einem solchen Projekt aussieht.

  4. Chris says:

    @Tister: Leider habe ich den Vortrag selbst nicht gehört. Allerdings gehe ich davon aus, dass Björn mit den beiden dont’s folgendes meint:
    1) Wenn ich in einem Linkcluster alle Seiten innerhalb EINES GWMT-Accounts anmelde, sind diese für Google auch einem Cluster zuzuordnen. Daher kann man durchaus davon ausgehen, dass Google nicht mehr alle Links aus diesem Cluster auf eine Webseite “voll” anrechnet.
    Allerdings sehe ich eine kontinuierliche “Verschleierung” dieser Zusammenhänge als durchaus sehr schwierig an. Denn technisch müsste ich bei der Bearbeitung jeder einzelnen Domain immer alle Cookies löschen, eine neue IP zuweisen lassen ….
    2) Bezüglich der Sitemaps wird es schwieriger. Ein Argument könnte sein, dass Domains mit Sitemaps immer nach SEO riechen. Eventuell hat dann auch eine Backlink-Struktur mit 99% Sitemap-Domains einen negativen Einfluss. Denn dies sieht dann durchaus ein wenig “künstlich” aus.

  5. Tister says:

    @Chris: Ja, diese Argumente sind gedanklich nachvollziehbar.

    Bei den Sitemaps ist es denkbar, das so etwas abgestraft werden könnte. Wenn dem so wäre, würde Google aber widersprüchlich handeln, indem es einerseits um Sitemaps “bittet” und andererseits Seiten mit Sitemaps abstraft. Daher halte ich es für unwahrscheinlich, dass sie so verfahren.

    Sitemaps könnten sich bestenfalls indirekt negativ auswirken, wenn sich die Strukturen der Nodes des Clusters gleichen. Soll heißen: selbe Anzahl von Links auf die gleichen Zielseiten. Um solche Strukturen aufzudecken helfen Sitemaps und Google erkennt dann leichter ein künstliches Linkbuilding, daher sollte man in diesem Fall besser keine Sitemaps verwenden. Allerdings wäre in einem solchen Fall meiner Meinung nach der Cluster einfach falsch aufgebaut. Baut man hingegen gute individuelle Nodes in einem Cluster, können dort auch Sitemaps keinen Schaden anrichten.

    Das GWMT-Argument hingegen finde ich sehr gut. Ich denke da sollte man vorsichtshalber drauf achten. (Ich bin bisher noch nicht auf die Idee gekommen).
    Ich habe diesbezüglich jetzt noch nicht nach offiziellen Quellen recherchiert und kann daher nur sagen, dass mir diese Aussagen bisher noch nicht über den Weg gelaufen sind. Ich empfinde daher die Formulierung eines NOGOs als ein wenig zu hart. Zutreffender wäre ein “Lass das mal besser, es könnte schlecht sein” :)

  6. Tobias says:

    Besteht hier die Gefahr, dass wir aneinander vorbeireden? ;) Sitemaps bestehen doch nur aus internen Links einer Seite, mit dem Ziel eine möglichst effektive Indexierung bei Google zu erreichen. @Tister: NOGOs ist sicherlich zu hart bezüglich Sitemaps. Worauf das NOGO sich bezieht ist die Anmeldung multipler Sites, die sich in einem Cluster befinden und das innerhalb des gleichen GoogleWMT Accounts. So weiß Google sofort, welche Webseiten “Dir” gehören bzw. von Dir manipuliert werden können. IMHO ist es sehr wichtig ein Cluster so aufzubauen, dass möglichst wenig bzw. keine Nodes innerhalb der Seiten sich berühren.

  7. Tister says:

    @Tobias: Ja, ich denke beim GWMT sind wir uns einig. Da mir aber keine offizielle Bestätigung dieser Meinung bekannt ist, meinte ich ein “Vorsicht, könnte gefährlich sein” ist zutreffender als ein NOGO.
    Ich denke hier vor allem an große Agenturen die viele Webseiten unter ihrer Kontrolle haben. Diese Agenturen für bewusste oder zufällige Verlinkungen innerhalb unterschiedlicher Projekte abzustrafen halte ich für problematisch. Was nicht heißen soll, dass es Google nicht eventuell trotzdem tut.

    Und auch beim Zweck der Sitemaps sind wir uns einige, denke ich. Ich wollte aufzeigen, dass Sitemaps dabei helfen können, den gleichen Aufbau von Nodes aufzudecken.
    Beispiel:
    Node I hat Links a,b und c auf Seite x, y und z
    Node II hat Links d, e und f auf Seite x, y und z
    usw.

    Mit einer Sitemap sind solche gleich gestalteten Strukturen einfacher aufzufinden. Daher sollte man es lieber lassen in einem solchen Fall Sitemaps anzugeben. IMHO sind die Nodes in diesem Beispiel einfach dumm aufgebaut. Bei einer Struktur wie dieser:

    Node I hat Links a,b c auf Seite x, y, z
    Node II hat Links d, e, f auf Seite u, v, w

    können auch Sitemaps IMHO aber keine negative Auswirkungen haben.

  8. Chris says:

    Zu den Sitemaps: Ja, selbstverständlich repräsentieren Sitemaps nur die interne Struktur der Webseite. Allerdings darf man annehmen, dass hauptsächlich SEO-Kenner solch eine Sitemap bei Google einreichen bzw. in der Robots.txt verlinken.
    Wenn nun Google weiß (bzw. annimmt zu wissen), dass eine “natürliche” Backlink-Struktur nur zu 50-60% aus Domain mit Sitemaps besteht, könnte es bei höheren Werten durchaus zu Problemen kommen. Allerdings ist dies natürlich eine sehr wage Theorie, denn wie Tister schon schreibt, bittet Google ja eigentlich darum Sitemaps einzureichen …

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